MENU

 

6. Mai 2014 | 00.00 Uhr Kleve

Häuser mit "bezahlbarem" Wohnraum

Erster Spatenstich: Kleves Kämmerer Willibrord Haas, Michael Dorißen, Christiane Behrens, Theo Brauer und Technischer Beigeordneter Jürgen Rauer (v.l.). FOTO: Gottfried Evers

 

Kleve. Die GeWoGe-Wohnungsgesellschaft baut an der Küppersstraße vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 80 geförderten Wohnungen und acht Reihenhäuser. Die Wohnungen sind teils öffentlich gefördert. Investitionssumme: 16 Mio. Euro.

Es ist der bezahlbare Wohnraum, den die Klever Parteien zum Wahlkampf in ihre Wahlprogramme geschrieben hat. Die GeWoGe Wohnungsgesellschaft, deren Mehrheit sich in Händen der Stadt Kleve befindet, schafft jetzt diesen Wohnraum. Auf 11 000 Quadratmeter Fläche an der vorderen Küppersstraße zwischen Christus-König-Kirche und Brahmsstraße entsteht ein kleiner neuer Stadtteil. 2013 waren die alten Häuser aus den 1950er Jahren abgerissen worden, um Platz zu machen für einen Neufang in der Straße, die zeitweise ihren Klang eingebüßt hatte. Wie am Mühlenberg wird hier eine "Klimaschutzsiedlung" mit hochwertigen Passivhäusern entstehen, die die Klever Reppco um Architektin Christiane Behrens und Thomas Euwens konzipiert und geplant haben und die sie auch bauen werden. In der zweiten Hälfte 2015 sollen hier schon die ersten Mieter der GeWoGe einziehen.

16 Millionen Euro wird die Gesellschaft in den Bau investieren, sagte gestern zur Grundsteinlegung GeWoGe-Geschäftsführer Michael Dorißen. Im ersten Bauabschnitt werden eine Tiefgarage für 48 Stellplätze und vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 80 Wohnungen entstehen. Die Häuser sind dreigeschossig mit einem für Kleve inzwischen so typischen Staffelgeschoss.

"Der Schwerpunkt liegt auf Ein- bis Zwei-Personen-Haushalte. Dementsprechend werden wir ein bis Drei-Raum-Wohnungen bauen", sagt Dorißen. Alle Wohnungen sollen barrierefrei und über einen Aufzug erreichbar sein. In einem zweiten Bauabschnitt folgen die Reihenhäuser mit drei Schlafzimmern, die ausreichend Platz für Familien mit bis zu fünf Personen bieten sollen. Die Wohnungen sind durchmischt: Teils gefördert, teils frei finanziert will die GeWoGe ihrem Anliegen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, nachkommen. Die Kaltmieten liegen bei 850 Euro für die Reihenhäuser und 5,40 Euro pro Quadratmeter für die geförderten Wohnungen sowie 7,75 Euro pro Quadratmeter für die frei finanzierten Wohnungen.

Es werden zwölf Ein-Zimmer-Appartements, 36 Zwei-Zimmer-Wohnungen und 31 Drei-Zimmer-Wohnungen entstehen. Die Gebäude sind so auf dem großen Gelände angeordnet, dass ein grüner Platz, ein Treffpunkt entsteht. "Da sich das komplette Gelände in unserem Besitz befindet, konnten wir die Fläche entsprechend überplanen", sagt Dorißen. Die Straße soll später verkehrsberuhigt sein. Auch ist noch Platz für ein weiteres Mehrfamilienhaus. Das soll dann entsprechend der Nachfrage geplant werden, sagt Christiane Behrens. Die Architektin erklärt, dass man auf Wärmedämm-Verbundsystem verzichtet, die Bauten werden teils verklinkert, teils verputzt und sollen auch Holz verkleidete Flächen haben, ebenso Terrassen und große Balkone. Die Förderung für Klimaschutz- und Passivhaustechnik wird an die Mieter weitergegeben. "Kleve kann hier hervorragenden Wohnraum zu bezahlbaren Preisen bieten", sagt Kleves Bürgermeister Theo Brauer.

Quelle: RP Artikel von Matthias Grass