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24. Juni 2014 | 00.00 Uhr

Kleve

Bau der Klimaschutzsiedlung beginnt

 

Stadt- und Reihenhäuser entstehen entlang der neuen Straße unterhalb der alten Mühle. FOTO: Reppco

Kleve. Am Mühlenberg auf dem ehemaligen Mero-Sportplatz rücken in dieser Woche die Bagger an. Als Erstes werden zwischen dem Stadion und der Mühle drei Mehrfamilienhäuser errichtet werden - alle Häuser in Passivhaustechnik. Von Matthias Grass

 

Diese Woche rücken die Bagger an: Die Bauarbeiten an der großen Klimaschutzsiedlung in Kleve zwischen Lindenallee, Merowinger- und Stadionstraße starten. Begonnen wird auf dem Gelände zwischen der alten Mühle und dem Gustav-Hoffmann-Stadion - dem "Baufeld 7". Dort entstehen 30 Wohnungen in drei Mehrfamilienhäusern über einer gemeinsamen Tiefgarage, Bauherr ist die Wohnbau Goch.

Geplant hat die drei großen Häuser über der Tiefgarage die Klever Architektin Christiane Behrens von Reppco. Das Unternehmen wird den Bau auch hochziehen lassen. "Wir bauen dort Passivhäuser", sagt Thomas Euwens, Geschäftsleiter von Reppco. Jedes Haus bietet pro Etage drei Wohnungen mit 48, 55 und 81 Quadratmetern. Darüber liegt in jedem Haus ein 120 Quadratmeter großes Penthouse mit einer fast 65 Quadratmeter großen Terrasse, erklärt Behrens. Die dürfte einen Blick bis zum bewaldeten Klever Berg hinter dem Sportplatz und über die Siedlung zu Füßen der Mehrfamilienhäuser bieten.

Der Klever Projektentwickler Euwens baut den Löwenanteil der Siedlung - teils in Eigenregie, teils für die Wohnbau Goch, teils für eine Bauherrengemeinschaft und für einzelne Bauherren. "Für die Wohnbau in Goch werden wir entlang der Merowinger Straße weitere fünf Mehrfamilienhäuser mit elf bis 14 Wohnungen errichten", sagt Behrens. Auch diese Mehrfamilienhäuser werden über einer gemeinsamen Tiefgarage erbaut. Die wird von der künftigen Willy-Brandt-Straße aus erschlossen. Das ist die Straße, die die Merowingerstraße mit der Stadionstraße verbindet. Für die Mehrfamilienhäuser auf dem "Baufeld 1" genannten Abschnitt werden die Bauanträge derzeit vorbereitet, sagt Euwens.

Gleich nach den Sommerferien im Herbst starten dann auch die Bauarbeiten für eine Gruppe von sechs Reihenhäusern, für die sich eine Bauherrengruppe zusammengeschlossen hat. "Gleichzeitig wollen wir mit den großen Stadthäusern beginnen", sagt Behrens. Die im Hang zur Mühle hin liegenden Stadthäuser mit relativ kleinen Gärten hat die Architektin schmal und über drei Etagen hoch geplant.

Alle Häuser werden in Passivhaustechnik erbaut, die Preise sollen nach Abzügen von Zuschüssen und Förderungen für den Klimaschutz bei rund 220 000 Euro pro Reihenhaus liegen. Passivhaustechnik hat bei Reppco Tradition, Geschäftsleiter Thomas Euwens gehört im Kleverland zu den Pionieren in Sachen Energiesparhäusern. "Wir bauen die Passivhäuser am Mühlenberg aus Stein", sagt Christiane Behrens, Reppco-Architektin. Möglichst ohne Wärmedämm-Verbund-System eben. Putz und Steinflächen wechseln sich bei den Bauten ab, geben den Reihenhäusern einen Rhythmus, gliedern die großen Mehrfamilienhäuser, die jetzt in Angriff genommen werden. Große Fenster schauen auf die Gärten. Holz im Parterre und als Schiebe-Läden bei den Reihenhäusern und bei den großen Mehrfamilienhäusern als Fassadenverkleidung sollen für einen warmen Farbton in den klar geschnittenen Haustypen sorgen. Es ist eine modern-zeitgemäße Architektur, die die Klever Reppco-Architektin Christiane Behrens für die Baufelder der Klimaschutzsiedlung Mühlenberg gezeichnet hat.

Zwei der Baufelder gehen an private Bauherren, eines wird vom Planungsteam Weber/Willemsen/Schäfer bebaut.

Quelle: RP