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Stadtplanung


Vermarktung kann beginnen
08.11.2013 | 10:00 Uhr
2013-11-08T10:00:00+01:00

 
Das Gelände an der Merowingerstraße, auf dem die künftige Klimaschutzsiedlung errichtet werden soll Foto: Heinz Holzbach


Kleve.
Die Klimaschutzsiedlung Mühlenberg ist auf dem Weg gebracht. 120 Wohnungen sollen hier klimaschonend errichtet werden. Stadt stellte Projektpartner vor

Die Klimaschutzsiedlung am Mühlenberg steht kurz vor der Realisierung. Die Stadt Kleve stellte gestern ihre Partner für das ambitionierte Projekt unterhalb des Stadions vor. Die Unternehmen Reppco Architekten und das Planungsteam Weber-Willemsen-Schäfer wollen den Großteil des Geländes gestalten. Zusätzlich werden noch Privatpersonen in energiesparende Häuser investieren können. In der so genannten Klimaschutzsiedlung sollen ausschließlich Häuser gebaut werden, die als Passivhaus deklariert werden.
Der erste Bauabschnitt wurde in acht Baufelder unterteilt. Sieben Felder gehen jetzt in die Vermarktung. Das Unternehmen Reppco wird davon vier Baufelder planen. Vorgesehen sind ein klassisches Reihenhaus, große Stadthäuser und Mehrfamilienhäuser. Die Gebäude sollen dreigeschossig errichtet werden, zum Teil noch mit einem Staffelgeschoss. Architekt Thomas Euwens sagte: „Die Häuser ergeben in der Gruppe ein stimmiges Bild, nicht so sehr als einzelnes Objekt.“ Hohe BaukostenBerufskollege Thomas Willemsen plant sieben Reihenhäuser in Holzständerbauweise. Er möchte den künftigen Eigentümern die Möglichkeit eröffnen, sich auch mit Eigenleistungen einzubringen. So könne man die Erstellungskosten um bis zu 30 000 Euro mindern. Zentrale Arbeiten, die für ein Passivhaus zwingend vorgeschrieben sind, müssten aber auch Gründen der Gewährleistung von Fachunternehmen ausgeführt werden. Dazu zählen unter anderem die Gebäudehülle und die Haustechnik. Die Kosten für ein Reihenhaus belaufen sich nach ersten Schätzungen zwischen 300 000 und 320 000 Euro.Kämmerer Willibrord Haas freute sich gestern, dass nun die Klimaschutzsiedlung nach einem anderthalbjährigen Planungsprozess in die Vermarktung gehen kann. Man habe das Projekt jetzt „auf die Spur“ gebracht. Jürgen Rauer teilte mit, dass es neben der Klimaschutzsiedlung am Mühlenberg mittlerweile zwei weitere Siedlungen gebe. Zum einen das Studentenhaus an der Brienerstraße als einzelnes Gebäude, zum anderen wurde für die Neubauten der Gewoge an der Küpperstraße der Status einer Klimaschutzsiedlung angefragt.
Andreas Gebbink

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