Der frühere Bau- und Betriebshof erfüllte weder gesetzliche Vorgaben, noch war seinen Mitarbeitern ein sicheres Arbeiten möglich. Somit stand fest, dass die Stadt Kalkar einen neuen Bau- und Betriebshof braucht. Das Grundstück am Oyweg im Gewerbegebiet Oybaum mit über 6.300m² bot sich hierfür hervorragend an. Im Januar 2023 erfolgte der Spatenstich, nach 22 Monaten Bauzeit war das Gebäude fertiggestellt. Die veranschlagten Kosten konnten eingehalten werden.
Der neue Bau- und Betriebshof erfüllt nun die Anforderungen des Arbeitsschutzes. Unsere Planung bedachte hierbei die Betriebsabläufe und sah somit die Errichtung des zweigeschossigen Sozialgebäudes, der zwei Fahrzeughallen und einem überdachten Lagerbereich vor. Im Erdgeschoss des Sozialgebäudes sind die Umkleiden-, Dusch- und Aufenthaltsräume untergebracht, im Obergeschoss befinden sich die Büroräume der Verwaltung und Räume für Technik. Vom Sozialgebäude aus gibt es einen direkten Zugang zur angrenzenden, beheizten Halle. Dort befinden sich die Werkstatträume, eine Waschhalle und Stellplätze für die Fahrzeuge. Die kalte Fahrzeughalle auf der gegenüberliegenden Seite dient als Unterstell-und Lagerfläche für Fahrzeuge und Materialien. Auch Schüttboxen für den Winterdienst oder Straßenarbeiten wurden mit berücksichtigt.
Durch die gezielte Auswahl geeigneter Materialien, Dach- und Wandaufbauten konnten die Anforderungen an ein Effizienzhaus 40 EE erreicht werden, sodass der Auftraggeber eine Förderung in Anspruch nehmen konnte.
Die Hallen wurden als Stahlkonstruktion mit Sandwichelementen errichtet, wohingegen das Sozialgebäude als Massivbau mit Verblender einen schönen Kontrast setzt. Bei dem Außenlager handelt es sich um eine Stahlkonstruktion mit Trapezblech.
Die Gebäude sind als Flachdachkonstruktion mit extensiver Dachbegrünung und teilweise mit PV-Anlage ausgeführt worden. Auf dem Dach der Halle ist eine PV-Anlage und ein Speicher für den Eigenbedarf montiert. Eine Möglichkeit der Erweiterung ist bereits berücksichtigt, die Heizung der Gebäude erfolgt über eine Wärmepumpe.
Fotos: REPPCO Architekten