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Erweiterung und Umbau der Grundschule

in Wetten
Auftraggeber
Wallfahrtsstadt Kevelaer
Größe
313 m²
Bauzeit
2023-2024
Energieeffizienzstufe
Effizienzhaus 40
Haustechnik
Wärmepumpe, Wärmeverteilung über Fußbodenheizung, PV-Anlage
Fassade
vorgefertigte Holzrahmenbauweise mit vertikaler Holzverkleidung

Der Auftraggeber setzte mit der Investition in diese Grundschule ein bewusstes Zeichen an die Bürger, das sich unmittelbar in einem deutlichen Anstieg der Anmeldezahlen für das folgende Schuljahr widerspiegelte.

Der Erweiterungsneubau schafft Raum für eine zusätzliche Klasse mit angrenzendem Differenzierungsraum. Ergänzt wird das Raumangebot durch einen Mehrzweckraum sowie einen Musikraum. Darüber hinaus stehen Flächen für Besprechungen, Aufenthalt und weitere Nebenräume zur Verfügung.

Ziel aller Beteiligten war es, die lärmintensiven Rohbauarbeiten in der schulfreien Zeit durchzuführen. Mit Beginn der Sommerferien 2023 wurde daher planmäßig mit den Arbeiten gestartet.

Der Neubau überzeugt durch seine Konstruktion in Holzbauweise. Die statisch relevanten Bauteile der Deckenkonstruktion bleiben im Innenraum sichtbar und prägen das architektonische Erscheinungsbild.

Neben der Gebäudeplanung übernahmen wir auch die Objektplanung der Innenräume, die in Zusammenarbeit mit der Tischlerwerkstatt Anton Janssen GmbH entwickelt wurde. In enger Abstimmung mit der Grundschule entstand so ein angenehmes Ambiente, das sich positiv auf die Arbeits- und Lernatmosphäre auswirkt.

Aufgrund der Abhängigkeit von Schul- und Ferienzeiten ergab sich ein sehr straffer Terminplan, der jedoch zur Zufriedenheit der Auftraggeber und Nutzer eingehalten werden konnte. Bereits zum Beginn des darauffolgenden Schuljahres im August 2024 konnten die neuen Räumlichkeiten in Betrieb genommen werden.

Im Anschluss an die Fertigstellung des Erweiterungsbaus folgte die Sanierung und der Umbau des Bestandsgebäudes. Auch hierfür wurde ein Innenraumkonzept entwickelt: Jede Schulklasse folgt einer eigenständigen Farbgebung, welche sich im Flur mit dem Neubau zu einem freundlichen Ensemble zusammenfügen.

Die Fassadengestaltung mit vertikalen Holzlamellen unterstreicht den Anspruch eines ökologischen Neubaus. Entlang der Erschließungsstraße wird die Fassade durch Vor- und Rücksprünge sowie die Anordnung der Fenster gegliedert. Ein besonderes Highlight bilden die sogenannten Monitorfenster: Sie setzen außen farbliche Akzente und dienen im Innenraum zugleich als Sitzfenster.

Durch die Anordnung des Baukörpers entstand zwischen Neu- und Altbau ein geräumiger Innenhof, der durch ein gelungenes Bepflanzungskonzept und neue Sitzgelegenheiten zum Unterricht im Freien einlädt.

Fotos: REPPCO Architekten